| Sakog | Trimmelkam 112 / 5120 Trimmelkam |
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Totgesagte leben länger! Nach 7-jähriger Odyssee öffnet das Kulturwerk Sakog wieder seine Pforten und lädt in die Gemäuer des ehemaligen Kohlebergwerks im oberösterreichischen Trimmelkam zur Eröffnungsfeier. Das Programm reicht von funkigen Beats über Bandintermezzi bis hin zu treibenden DJ Sets, garniert mit feinsten Visuals, unter anderem von Großmeister Fritz Fitzke. Den musikalischen Auftakt bilden MEL, die charismatische Salzburger Songlyrikerin mit ihrem verträumten Gitarrenspiel, gefolgt von Parov Stelar. Dieser Band ist die Fusion aus Soul und Jazz mit Breakbeats, Electro- und Popelementen geglückt. Sie beweisen einmal mehr, dass Musik sich nicht um Genres schert. Ähnlicher Ansicht ist das Wiener DJ Urgestein Megablast, der – ursprünglich inspiriert von Dub, Reggae und Hip Hop – nunmehr seine Sets mit Acid House, Tribal und Electro bereichert. Die Musikauswahl des langjährigen FM4 DJs Kristian Davidek folgt ebenso wenig einem Schema F. Wer seine wöchentliche Sendung DaviDecks kennt, der weiß, dieser Mann folgt seinem ausgeprägten Musikgefühl. „Es muss rocken“ ist seine Devise, die bei Herrn Kollegen Iroy, seines Zeichens alter Salzburger Haudegen, auf ungeteilte Zustimmung trifft. Rockig wird's auch am 2. Tag der Eröffnungsparty mit dem wahlwiener Querulanten Quartett Kreisky. Schräger, deutschsprachiger Postpunk, mit feiner intellektueller Note, nicht unherb im Abgang. Indie Pop mit erfrischend ehrlichem Hang zur Melancholie bietet Fuzzman, Soloprojekt von Naked Lunch Bassist Herwig Zamernik. Ihm ist nichts hinzuzufügen, wenn er meint: „wer behauptet eine Bio zu haben, der lügt ... wir kamen aus dem nichts und dorthin geht’s zurück.“ Als schrilles Pendant dazu das französische Duo Signal Electrique mit seiner Mischung aus elektronischen Sounds, Punk, Funk und Dub. Zwei Freaks, die „the brain of a raver, the corpse of a post-rock punk, and the heart of a voodoo priest“ in sich vereinen. Treffender könnte man auch die DJ Aftershow von The Metatron im Doppelpack mit Arigo Pentrado, gefolgt von Oli Hlynur & Diamond Dust nicht beschreiben. Von gemütlichem Ausklingen ist keine Rede, wenn am 3. Tag – im Rahmen von Ausgabe eins der monatlichen Serie PLATTENTAT – Technolegende Heiko Laux die Bühne betritt. Als Förderer junger Talente hat der Kanzleramt Mastermind den jungen „fliegenden“ Holländer Gideon released, der mit seinen geradlinigen und dennoch melodischen Grooves das Sakog als Live Act beehrt. Ungleicher könnte ein Eröffnungprogramm nicht sein. Wenn die beiden Begründer des Labels UnGleich, bekannt als Sender Berlin, mit ihrem Set ein technoides Hybrid aus ambitioniertem Electro, Ambient und House schaffen, ist dies ganz nach dem Geschmack der Sakog Crew und deren musikalischen Offenheit. Marco Polo, Carl Past und Lex Wilder tragen ebenfalls dazu bei, dass Fans elektronischer Musik auf ihre Kosten kommen. In diesem Sinne: „Individualität statt Konformität – unGleich ist die Welt.“ |
web: www.sakog.net email: office@sakog.net |
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